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Die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie beantragen

Leistungsbeschreibung

Psychotherapie darf nur von dafür ausgebildeten Personen ausgeübt werden. Sie können sie ausüben, wenn Sie eine Approbation

  • als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut oder
  • als Ärztin oder Arzt besitzen.

Wenn Sie diese Approbation nicht besitzen, können Sie auch als Heilpraktikerin oder Heilpraktiker in der Psychotherapie tätig sein. Dafür benötigen Sie:

  • eine uneingeschränkte Erlaubnis oder
  • eine auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Erlaubnis

Als Heilpraktikerin oder Heilpraktiker auf dem Gebiet der Psychotherapie können Sie Menschen in unterschiedlichen Krisensituationen begleiten.

Nicht gestattet jedoch sind:

  • die Abgabe von apothekenpflichtigen Arzneimitteln
  • das Verschreiben von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln
  • das Ausstellen von Attesten oder Krankschreibungen

Die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" ist geschützt. Als Heilpraktikerin oder Heilpraktiker dürfen Sie diese nicht führen.

Verfahrensablauf

  • Sie reichen den Antrag auf Ausübung der Heilkunde mit allen erforderlichen Unterlagen bei der zuständigen Stelle ein.
  • Die zuständige Stelle prüft, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Bei bestandener Prüfung wird Ihnen die Erlaubnis erteilt.

An wen muss ich mich wenden?

Zuständig sind die Gesundheitsämter bzw. Ämter für öffentliche Ordnung in den Kreisen und kreisfreien Städten.

Voraussetzungen

Sie müssen:

  • mindestens 25 Jahre alt sein
  • mindestens den Hauptschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Schulabschluss besitzen
  • körperlich und geistig geeignet sein zur Ausübung der Heilkunde
  • die erforderliche Zuverlässigkeit durch ein amtliches Führungszeugnis nachweisen können
  • die bestandene Kenntnisprüfung nachweisen

Welche Fristen muss ich beachten?

Es gibt keine Frist.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Sie benötigen folgende Unterlagen:

  • Ihren Lebenslauf
  • Ihre Geburtsurkunde oder Ihren Geburtsschein, bei Namensänderung eine entsprechende Urkunde
  • ein amtliches Führungszeugnis, das nicht älter als drei Monate sein darf
  • eine Erklärung darüber, ob gegen Sie ein gerichtliches Strafverfahren oder ein Ermittlungsverfahren läuft
  • eine ärztliche Bescheinigung, die nicht älter als drei Monate sein darf, wonach keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Sie in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufes ungeeignet sind
  • einen Nachweis über Ihren erfolgreichen Hauptschulabschluss oder einen anderen gleich oder höherwertigen Schulabschluss
  • eine Erklärung über Ihre bislang ohne Erfolg durchgeführten Versuche der Überprüfung (Datum und Ort), sofern Sie nach dem 01.01.2020 einen oder mehrere Versuche erfolglos unternommen haben

Rechtsbehelf

  • Widerspruch (je nach Landesrecht kann der Widerspruch ausgeschlossen sein)
  • verwaltungsgerichtliche Klage

Herausgebende Stelle

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)