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Wenn die Stadt glüht: Klimawandel und Gesundheit
31.08.2026
Die Sommer werden heißer, die Nächte tropischer – und damit wachsen die gesundheitlichen Risiken. Die Folgen treffen jedoch nicht alle gleich: Kinder, Jugendliche, ältere Menschen und auch Frauen sind stärker betroffen. Was Hitze konkret mit dem Körper macht, erklärt Sabrina Schlünz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, und gibt Tipps zum Schutz.
Es gehe vor allem darum, ins Handeln zu kommen, betont Sabine Stelter vom Klimabeirat Friedrichsdorf: „Wir möchten gemeinsam niedrigschwellige Maßnahmen erarbeiten, die sich schnell umsetzen lassen – zum Beispiel im eigenen Garten oder am Haus." Der Blick in andere Kommunen erweitere das Ideenspektrum: „Dach- und Fassadenbegrünung, Entsiegelung, Trinkbrunnen oder mobile Grüninseln sind nur einige Beispiele." Auch das soziale Leben verändere sich: „Die Begegnungs- und Bewegungsräume von Jugendlichen werden stark eingeschränkt", was Einschnitte in soziale Kontakte zur Folge haben kann.
Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Olivera Gligoric-Fürer beleuchtet die Hintergründe: „Der Vierte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung verdeutlicht, dass der Klimawandel Frauen, einkommensarme und andere benachteiligte Menschen besonders hart trifft – und dass rein technische Lösungen bestehende Ungleichheiten sogar verstärken können." Im Globalen Süden verschärfe sich dieses Muster: „Frauen arbeiten dort häufiger ohne Arbeitsschutz und ohne Absicherung, wenn die Ernte ausfällt. Und wenn es eng wird, werden Mädchen als erste aus der Schule genommen." Das Prinzip sei überall dasselbe, so CCC: „Hitze trifft dort am härtesten, wo die Spielräume ohnehin klein sind."Genau darum soll es an dem Abend gehen. Nach den Impulsen sind die Gäste eingeladen, mitzudiskutieren: Wo wird es in Friedrichsdorf im Sommer zu heiß? Wer braucht Unterstützung – und was lässt sich vor Ort schnell verändern? Friedrichsdorfer Institut zur Nachhaltigkeit lädt zu diesem Abend ein, und zwar im Rahmen der Woche der Klimaanpassung.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: gleichstellung@friedrichsdorf.de oder telefonisch: 06172 731-10300.




