Skip to main content

Pressemeldungen

Kein Plastik im Biomüll!

19.08.2026

Plastik darf im Biomüll nicht entsorgt werden. Auch "kompostierbare“ Kunststoffbeutel und Beutel aus Maisstärke sind nicht erlaubt – fehlbefüllte Biotonnen bleiben künftig stehen.

Vielleicht hat die eine oder der andere in den vergangenen Wochen bereits einen roten Aufkleber auf der eigenen Biotonne entdeckt. Mit diesem Hinweis kennzeichnet der von der Stadt beauftragte Entsorger Biotonnen, die aufgrund einer Fehlbefüllung nicht ordnungsgemäß geleert werden konnten. Denn in letzter Zeit muss die Stadtverwaltung vermehrt feststellen, dass sich in den Biotonnen Abfälle befinden, die dort nicht hineingehören. Besonders häufig werden Küchen- und Bioabfälle in Plastiktüten oder Kunststoffbeuteln verpackt und in die Biotonne geworfen. Werden bei der Kontrolle Fremdstoffe festgestellt, kann die betroffene Tonne nicht als Biomüll geleert werden und erhält einen entsprechenden Hinweisaufkleber. Die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer werden über die festgestellte Fehlbefüllung informiert.

Die Stadt möchte die Kontrollen zugleich zum Anlass nehmen, noch einmal darüber zu informieren, warum eine richtige Trennung des Biomülls so wichtig ist und was tatsächlich in die braune Tonne gehört.

Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff

Was in der Biotonne landet, ist keineswegs einfach nur Müll. Bioabfälle werden in speziellen Anlagen verwertet und können beispielsweise zur Herstellung von Kompost und zur Energiegewinnung genutzt werden. Damit dies funktioniert, muss der angelieferte Bioabfall jedoch möglichst frei von Fremdstoffen sein.

Vor allem Kunststoffe haben in der Biotonne nichts verloren. Sie lassen sich im Verwertungsprozess nicht wie die organischen Bestandteile abbauen und müssen aufwendig aussortiert werden. Kleinste Kunststoffbestandteile können zudem im Bioabfall verbleiben und die Qualität des daraus gewonnenen Komposts beeinträchtigen. Je sauberer bereits zu Hause getrennt wird, desto besser kann der Bioabfall anschließend verwertet werden.

Auch „kompostierbare“ Beutel gehören nicht in die Biotonne

Ein Punkt sorgt immer wieder für Unsicherheit: Im Handel werden Müllbeutel angeboten, die als „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ bezeichnet werden. Auch diese Beutel dürfen nicht über die Biotonne entsorgt werden.

Für die Biotonne gilt deshalb ganz einfach:

Keine Plastiktüten. Keine Kunststoffbeutel. Keine sogenannten kompostierbaren Kunststoffbeutel. Wer seinen Biomüll in einem Beutel sammeln möchte, verwendet bitte ausschließlich Papiertüten. Feuchte Küchenabfälle können alternativ in Zeitungspapier eingeschlagen werden. Lebensmittel müssen immer aus ihrer Verpackung genommen werden, bevor sie in der Biotonne entsorgt werden.

Warum sind die Kontrollen notwendig?

Hinter den verstärkten Kontrollen steht nicht das Ziel, möglichst viele Tonnen ungeleert stehen zu lassen. Vielmehr haben sich die Anforderungen an die Qualität des gesammelten Bioabfalls verschärft. Die Bioabfallbehandlungsanlagen kontrollieren den angelieferten Biomüll auf Fremdstoffe. Die Stadt ist daher verpflichtet, möglichst sortenreinen Bioabfall zur Verwertung anzuliefern. Ist der Anteil an Plastik und anderen Fremdstoffen zu hoch, kann der Bioabfall von der Verwertungsanlage zurückgewiesen werden. Im ungünstigsten Fall muss Material, das eigentlich als wertvoller Bioabfall hätte verwertet werden können, anschließend anderweitig – gegebenenfalls als Restmüll – entsorgt werden. Das ist nicht nur aus ökologischer Sicht problematisch, sondern wird auch erhebliche zusätzliche Kosten verursachen.

Falsche Mülltrennung kann am Ende alle etwas kosten

Die zusätzlichen Kosten für Nachsortierung, Sonderleerungen oder eine anderweitige Entsorgung verschwinden nicht. Die kommunale Abfallentsorgung wird über Gebühren finanziert. Muss fehlbefüllter Biomüll regelmäßig aufwendig nachbehandelt oder anstelle einer Verwertung als Restmüll entsorgt werden, steigen die Kosten der Abfallentsorgung. Solche Kostenentwicklungen können sich langfristig auch auf die Abfallgebühren auswirken. Richtiges Trennen ist deshalb nicht nur eine Frage des Umwelt- und Ressourcenschutzes. Es liegt auch im finanziellen Interesse aller Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler, dass aus Bioabfall tatsächlich verwertbarer Bioabfall bleibt. Jede richtig befüllte Biotonne hilft dabei, unnötige Zusatzkosten zu vermeiden.

Die Stadt Friedrichsdorf bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, bei der Abfalltrennung mitzuhelfen und auch innerhalb des eigenen Haushalts auf die richtige Befüllung der Biotonne zu achten. Damit leisten alle einen Beitrag dazu, wertvolle Bioabfälle sinnvoll zu verwerten, Kunststoffe aus dem natürlichen Kreislauf fernzuhalten und unnötige Entsorgungskosten zu vermeiden.