Kunsttage: 47 Ausstellungen und 14 Konzerte am letzten Maiwochenende
12.05.2026
Bürgermeister Lars Keitel erklärt: „Ob Atelier oder lauschiger Hof, ob Kirche oder Kneipe, bei den Kunsttagen kann man überall Kunst aus Friedrichsdorf entdecken. 47 Ausstellungen, 14 Konzerte, Filme, Lesungen und Mitmach-Angebote verteilen sich fußläufig auf Hugenottenstraße, Wilhelmstraße und Houiller Platz. Dabei gilt überall: Der Eintritt ist frei.“
Die Kunsttage werden gemeinschaftlich von Stadt und Kulturschaffenden organisiert und finden alle zwei Jahre statt. Auch dieses Jahr ist die Nassauische Sparkasse als Sponsor mit im Boot. Dazu Keitel: „Die Naspa ermöglicht uns, neben dem Institut Garnier auch den Landgrafenplatz mit Konzerten zu bespielen. Das macht die Kunsttage noch attraktiver.“
Alle Informationen findet man online auf www.friedrichsdorf.de/kunsttage. Das gedruckte Programmheft liegt zum Beispiel im Rathaus aus. An den Kunsttagen selbst gibt es zudem einen Infopunkt im Rathaus.

Konzerte: Coverbands, Chöre und Jazzcombos
14 Konzerte an zwei Tagen stellen vor die Qual der Wahl. Um einige Höhepunkte zu nennen: Am Samstag, 15 Uhr, sollte man im Rathaus vorbeischauen: Dort singt der Popchor QuerBeat. Am gleichen Ort stimmt „Sound of Gospel“ um 16:30 Uhr sowohl Klassiker als auch neue Gospelsongs an. Im urigen Hof des Instituts Garniers spielt 15:45 Uhr das Folkensemble Driftwood. Danach tritt hier um 17 Uhr Barbara Clear auf – ebenfalls mit Folk im Gepäck. Das Tommie Harris Memorial Quartett, eingeladen vom lokalen Bluesveranstalter Mike Eckert, beendet den Samstag im Institut Garnier (Beginn: 19 Uhr). Am Sonntag gibt der Chor LaChorale im Rathaus ab 13 Uhr Einblicke in sein Repertoire. Danach wird es auf dem Landgrafenplatz laut: Zunächst spielt 14 Uhr die Musikschulband Colours Unplugged, dann gehört der Platz von 15:30 bis 18 Uhr „Miko Rock“. Die Coverband spielt allerlei Bekanntes aus der Pop- und Rockgeschichte. Wer es lieber jazzig mag, ist im Institut Garnier beim Harald Teichert Trio (14 Uhr) und beim Sven Claussen Quartett (16 Uhr) gut aufgehoben.



47 Ausstellungen – neue Orte entdecken
Die Ausstellungen sind am Samstag von 12 bis 19 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Natürlich ist es unmöglich, alle 47 Ausstellungen an den zwei Tagen anzuschauen. Da hilft eigentlich nur, das Kunsttage-Programmheft in einer ruhigen Minute durchzublättern und auszuwählen. Friedrichsdorfer Künstlerinnen und Künstlern wie Helge Barthel, Marion Dörre, Reiner Harscher, Sascha Hartwich, Angelika Hintzmann, Sabine Klingsöhr, Monika Mästele-Kerrouche, Huiza Müller-Lim, Lars D. Unger oder Peter Vaughan stellen aus. Daneben gibt es auch Gruppenausstellungen – zum Beispiel bei der Musisch bildnerischen Werkstatt oder in der alten Stadtbücherei. Hier zeigen unter anderen Schülerinnen und Schüler der Kunstleistungskurse der Philipp-Reis-Schule ihre Werke.
Zwei neue Ausstellungorte gibt es in der Wilhelmstraße. In der ehemaligen Zwiebackfabrik Stemler (Wilhelmstraße 14 a) sind Gemälde von Marko Brajkovic zu sehen. Und Fotograf Lars D. Unger hat die Räume der methodistischen Kirche (Wilhelmstr. 28) als Ausstellungsort für seine Fotos aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel ausgewählt. Neu dazugekommen ist auch ein idyllischer Hof in der Taunusstraße 4, in dem zwei Künstler und eine Künstlerin ausstellen.


Filme, Lesungen, Führungen und Mitmach-Aktionen
Auch in der Kategorie „Gemischtes“ findet sich Vielversprechendes. Zum Beispiel die beiden neuen Dokus der Unterwasserfilmer Claudia und Hendrik Schmitt über die kalifornische Küste und über Timor-Leste. Die Filme werden am Sonntag um 14 und 15:30 Uhr im Rathaus gezeigt. Im Anschluss kann man mit den Filmemachern ins Gespräch kommen. Wer nicht ruhig sitzen, sondern sich bewegen will, ist beim Ensemble Stante Pede auf dem Landgrafenplatz richtig – hier können einfache historische Kreistänze ausprobiert werden. Auf dem Platz schaut auch der Zauberer Convin Splettsen vorbei und lässt zum Beispiel Zitronen aus dem Nichts erscheinen. Der English Drama Club führt im Institut Garnier Sketche auf – natürlich in englischer Sprache. In der Stadtbücherei hebt eine Lesung mit Musik in den Science-Fiction-Kosmos von Perry Rhodan ab. Verschiedene Führungen zur Stadtgeschichte werden im Philipp-Reis-Haus angeboten. Eckhard Gehrmann zeigt in seiner Druckwerkstatt, wie eine Lithografie entsteht – wobei man auch gerne selbst kreativ werden darf. Und auch für Kinder gibt es Programm: So lädt zum Beispiel die Künstlerin Nicole Brys dazu ein, Blumenvasen aus Papier oder kleine Bücher zu basteln.
Auch für das leibliche Wohl ist bei den Kunsttagen gesorgt: An mehreren Standorten werden Kaffee und Kuchen angeboten. Zudem beteiligt sich der gastronomische Neuzugang „Platz Drei“ am Landgrafenplatz mit künstlerisch interpretierten Cocktails sowie kulinarischen Kreationen. Auch das Ristorante „Wine, Pinsa & More“ in der Hugenottenstraße 98 bietet im Rahmen der „Giorni dell’Arte“ spezielle Pasta-, Pinsa- und Pizza-Gerichte an.




