Gemeinsam für ein sauberes Friedrichsdorf: Stadt geht konsequent gegen illegale Müllablagerungen vor
22.09.2026
Die Stadt Friedrichsdorf stellt zunehmend fest, dass Abfälle illegal entsorgt werden. Besonders betroffen sind Standorte von Depotcontainern und öffentliche Papierkörbe. Neben Kartonagen, Altglas und Altkleidern werden dort teilweise Hausmüll und Sperrmüll abgestellt. Auch bei den Biotonnen kommt es immer wieder zu gravierenden Fehlbefüllungen, insbesondere durch Kunststoffe. Die Stadt Friedrichsdorf wird deshalb ihre Maßnahmen gegen illegale Müllablagerungen und Fehlbefüllungen verstärken. Gleichzeitig soll die Aufklärungsarbeit intensiviert werden. Denn für nahezu alle Abfallarten stehen geregelte und zum Teil kostenfreie Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Illegale Ablagerungen an öffentlichen Papierkörben verursachen zusätzliche Kosten
Im Stadtgebiet stehen insgesamt rund 450 öffentliche Papierkörbe zur Verfügung. Diese sind für unterwegs anfallende Kleinabfälle vorgesehen. Sie ersetzen nicht die Restmülltonne am eigenen Haushalt. Dennoch werden immer wieder gefüllte Müllsäcke, Hausmüll oder andere Abfälle an öffentlichen Papierkörben abgestellt. Die Beseitigung dieser illegalen Ablagerungen verursacht einen erheblichen zusätzlichen Personal- und Entsorgungsaufwand. Für die Reinigung der Stadt und den mit illegalen Müllablagerungen verbundenen Entsorgungsaufwand entstanden im Jahr 2025 Personalkosten in Höhe von knapp 250.000 Euro. Hinzu kommen die entsprechenden Entsorgungskosten.
Probleme an Depotcontainerstandorten
Auch an den Depotcontainerstandorten ist zunehmend zu beobachten, dass Abfälle nicht ordnungsgemäß in die dafür vorgesehenen Container eingebracht, sondern daneben oder darauf abgestellt werden. Insbesondere größere Kartonagen werden häufig nicht mehr zerkleinert und in die Papiercontainer gegeben, sondern teilweise sogar neben den Containern abgelegt. Dadurch entstehen schnell größere Ablagerungen. Dabei können große Kartonagen in Friedrichsdorf kostenfrei an vier Öffnungstagen beim Wertstoffhof abgegeben werden.
Auch bei den Altglascontainern kommt es zu Problemen. Flaschen und andere Glasverpackungen werden teilweise auf oder neben den Containern abgestellt. Insbesondere auf den Containern abgestelltes Glas erschwert die Leerung erheblich: Bevor der Container angehoben und geleert werden kann, müssen die abgestellten Flaschen zunächst von Hand entfernt werden. Dies verursacht vermeidbaren zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Ähnliches gilt für Altkleidercontainer. Immer wieder werden Kleidungsstücke lose vor den Containern abgelegt. Altkleider sollten in Säcke verpackt, diese fest verschlossen und anschließend vollständig in den dafür vorgesehenen Container eingeworfen werden. Lose vor dem Container abgelegte Textilien können verschmutzen oder durchnässen und sind für die Wiederverwendung ggf. nicht mehr zu gebrauchen.
Ist ein Depotcontainer tatsächlich voll, bittet die Stadt darum, keine weiteren Gegenstände daneben oder darauf abzustellen. Bürgerinnen und Bürger können die Stadt über den vollen Standort informieren und bis zur Leerung einen anderen Depotcontainerstandort nutzen.
„Hotspots“ sind verschärft im Blick
Die Stadt prüft genau und wertet aus, an welchen Depotcontainerstandorten besonders häufig illegale Müllablagerungen auftreten. Das gilt auch für Altkleidercontainer. Werden einzelne Standorte überwiegend als Ablageplatz für illegalen Müll missbraucht und lässt sich die Situation nicht nachhaltig verbessern, kommt auch der Abzug der dort aufgestellten Altkleidercontainer in Betracht.
Illegale Müllablagerungen werden konsequent verfolgt
Neben der Aufklärung setzt die Stadt auf eine konsequente Verfolgung festgestellter Verstöße. Werden in illegal abgestelltem Abfall beispielsweise Adressaufkleber oder andere eindeutige Hinweise auf die Verursacher gefunden, werden diese ausgewertet und entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Verstöße gegen die abfallrechtlichen Bestimmungen können nach den geltenden Vorschriften mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Für Sperrmüll und zusätzlichen Restmüll gibt es einfache Lösungen
Gerade bei Sperrmüll besteht kein Grund, diesen an Depotcontainerstandorten, Papierkörben oder auf anderen öffentlichen Flächen abzustellen. Sperrmüll kann kostenfrei beim zuständigen Entsorger angemeldet und bequem von zu Hause abgeholt werden. Wer nicht auf einen Abholtermin warten möchte, kann seinen Sperrmüll alternativ kostenfrei am Wertstoffhof abgeben.
Auch für vorübergehend größere Mengen Restmüll gibt es eine einfache Lösung: Bei der Stadt können zugelassene Restmüllsäcke erworben werden. Diese können befüllt und am regulären Abfuhrtag neben der eigenen Restmülltonne zur Abholung bereitgestellt werden. Darüber hinaus kann Restmüll gegen Gebühr am Wertstoffhof abgegeben werden.
Wer dauerhaft mit dem Volumen seiner Restmülltonne nicht auskommt, kann sich an das Team der Abfallwirtschaft wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten gerne zu den verfügbaren Behältergrößen und suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach einer passenden Lösung.
Biotonne: Plastik und andere Fremdstoffe gehören nicht hinein
Ein weiteres Problem sind fehlbefüllte Biotonnen. Besonders häufig finden sich darin Plastiktüten und andere Fremdstoffe. Die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität von Bioabfällen und insbesondere an die Reduzierung von Kunststoffen und anderen Fremdstoffen sind deutlich gestiegen. Sauber getrennter Bioabfall ist notwendig, damit dieser ordnungsgemäß verwertet und beispielsweise zu hochwertigem Kompost verarbeitet werden kann. Deshalb gilt: Plastik hat in der Biotonne nichts zu suchen. Das gilt in Friedrichsdorf auch für sogenannte biologisch abbaubare oder „kompostierbare“ Kunststoffbeutel, beispielsweise aus Maisstärke. Für Bioabfälle sollten ausschließlich Papiertüten verwendet werden. Alternativ können insbesondere feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier eingewickelt werden.
Die Stadt kontrolliert die Qualität der Bioabfälle. Bei einer festgestellten Fehlbefüllung erfolgt zunächst ein entsprechender Hinweis. Bei wiederholten Verstößen wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Mehrsprachige Informationen zur richtigen Mülltrennung
Neben Kontrollen und Sanktionen setzt die Stadt ausdrücklich auf Information und Aufklärung. Hierzu wurde ein Informationsblatt „Richtige Mülltrennung“ in mehreren Sprachen erarbeitet. Dieses steht über die Internetseite der Stadt Friedrichsdorf zum Download zur Verfügung. Zusätzlich ist vorgesehen, einen entsprechenden mehrsprachigen Informationsflyer gemeinsam mit dem neuen Abfallkalender 2027 an alle Friedrichsdorfer Haushalte zu verteilen. Darin wird verständlich erläutert, welcher Abfall in welche Tonne gehört und welche weiteren Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Auch auf die kostenfreie Sperrmüllabholung, die Abgabemöglichkeiten am Wertstoffhof sowie weitere Angebote der Abfallwirtschaft wird hingewiesen.
Darüber hinaus begleitet die Stadt das Thema mit regelmäßigen Presseinformationen. Ziel ist es, einerseits konsequent gegen illegale Müllablagerungen vorzugehen und andererseits Unsicherheiten bei der richtigen Abfalltrennung und -entsorgung auszuräumen.
Appell an die Bürgerinnen und Bürger:
Gemeinsam Friedrichsdorf sauber halten!
„Eine saubere und gepflegte Stadt ist uns allen wichtig. Sie trägt wesentlich dazu bei, dass wir uns hier wohlfühlen, unabhängig davon, ob wir hier leben, arbeiten oder zu Besuch sind. Deshalb möchte ich alle herzlich bitten:
Helfen Sie mit, Friedrichsdorf sauber zu halten.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich jeden Tag darum, dass unsere Stadt sauber und gepflegt bleibt. Helfen wir ihnen dabei, indem wir unseren Abfall richtig entsorgen und aufeinander Rücksicht nehmen“, so der abschließende Appell des Bürgermeisters Lars Keitel.




