Umwelt-Tipps

15.09.2021: Friedrichsdorf macht mit beim „Wattbewerb“

Newsbild: Friedrichsdorf macht mit beim „Wattbewerb“

Energiewende vorantreiben, Photovoltaik-Leistung erhöhen. Nun hat die Stadt die Herausforderung angenommen und beteiligt sich an diesem bundesweiten Wettbewerb unter Städten und Kommunen um einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz durch den Ausbau von Erneuerbaren Energien zu leisten. 

Um Friedrichsdorf zukünftig klimafreundlich zu gestalten, soll in den nächsten zwei Jahren ein Klimaschutzkonzept für die Stadt entwickelt werden. In diesem Rahmen und um die Photovoltaik-Leistung zu erhöhen soll mit dem „Wattbewerb“ der Ausbau der Photovoltaik unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft beschleunigt und so ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Gewinnen wird die Stadt, die den größten Zubau der PV-Leistung pro Einwohner erreicht. Bürgermeister Lars Keitel begrüßt die kreative Idee: „Mit der Teilnahme am ‚Wattbewerb‘ möchten wir Bürgerinnen und Bürger ermutigen, aktiv zur lokalen Energiewende beizutragen". Die Stadt selbst hat bereits seit 2008 neun eigene PV-Anlagen und drei Bürger-Solaranlagen realisiert und wird auch zukünftig den Photovoltaik-Ausbau auf den eigenen Dachflächen prüfen und nach Möglichkeit vorantreiben.

Der Wettbewerb endet, wenn die erste Großstadt ihre installierte PV-Leistung verdoppelt hat. Alle Anlagen zählen: Neben Dachanlagen gehen auch z. B. Balkonmodule in die Wertung mit ein. Die Nutzung des klimafreundlichen Solarstroms ist mittlerweile wirtschaftlich attraktiv. Bei einer Lebensdauer der Module von etwa 30 Jahren, ist die Amortisation der Anlage meist nach 10-12 Jahren erreicht. 

Unterstützung wird auf vielen Wegen angeboten: Das hessische Solarkataster etwa gibt Hauseigentümern und Hauseigentümerinnen unkompliziert eine erste Einschätzung, ob das eigene Dach für eine Solaranlage geeignet ist. Von der Verbraucherzentrale wird der Eignungs-Check Solar angeboten, der allerdings durch die Pandemielage aktuell nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Zudem unterstützt die Stadt auf dem Weg hin zur privaten Solarstromanlage mit weiteren Informationen über den städtischen Energieberater Frank Eckert unter Email: frank.eckert@friedrichsdorf.de oder 06172 / 731-1309 (Di, Do und Fr).


 

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14.01.2022: Neujahrsvorsätze: gut für uns und das Klima!

Newsbild: Neujahrsvorsätze: gut für uns und das Klima!

Auch in diesem Jahr motiviert der Jahreswechsel viele Menschen dazu, alte Verhaltensweisen zu überdenken und sich neue vorzunehmen. Die Rede ist von Neujahrsvorsätzen, die häufig der Selbstoptimierung dienen sollen. Doch wie wäre es für das Jahr 2022 mit Vorsätzen, die nicht nur gut für uns selbst, sondern auch für unsere Umwelt sind? Dafür braucht es gar keine ausgefallenen Ideen. Die folgenden drei Klassiker haben auch eine positive Auswirkung auf unsere Umwelt und unser Klima:

1. „Mehr Sport“:

Eine Erhöhung der sportlichen Aktivität ist einer der Klassiker schlechthin. Aus gutem Grund: Ausreichend Bewegung ist gut für unsere physische und seelische Gesundheit. Doch statt einer neuen Mitgliedschaft in einem teuren Fitnessstudio oder dem Kauf von Fitnessgeräten könnten wir einfach unser Auto häufiger stehen lassen, um zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu unserem Ziel zu gelangen. Aktuell wird laut BMU durchschnittlich jeder dritte Weg auf diese Weise zurückgelegt [1]. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Geldbeutel aus, bedenkt man die Spritpreise. Wir fördern so unsere Ausdauer, unser Immunsystem wird gestärkt, Stress reduziert und nicht zuletzt wird unser persönlicher CO2-Ausstoß verringert. Also eine absolute Win-Win Situation!

2. „Gesündere Ernährung“:

Bei diesem Neujahrsvorsatz geht es häufig unseren geliebten Süßigkeiten an den Kragen. Doch auch ein bewussterer Konsum von tierischen Produkten kann sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Und damit tun wir auch unserem Planeten einen großen Gefallen. Denn ca. 5% der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland gehen auf die Tierhaltung in der Landwirtschaft zurück, so das Umwelt Bundesamt [2]. Nun müssen wir natürlich nicht ganz auf tierische Produkte verzichten. Stattdessen könnten wir einen vegetarischen oder sogar veganen Tag pro Woche oder je eine pflanzenbasierte Mahlzeit pro Tag einplanen. Zahlreiche leckere Rezeptideen, die ganz leicht umzusetzen sind, gibt es dazu im Internet oder in Kochbüchern. Ausprobieren lohnt sich! Unser schöner Planet und unsere Gesundheit werden es uns danken.

3. „Sparsamer Leben“:

Wenn wir das vergangene Jahr reflektieren, fällt uns häufig das ein oder andere auf, bei dem wir uns denken: „Hätte ich das wirklich kaufen müssen“? Im neuen Jahr nehmen wir uns dann vor, Kaufentscheidungen stärker zu hinterfragen und sparsamer zu leben. Unser Tipp an dieser Stelle: Aus alt, mach neu! Gebrauchten Produkten ein neues Leben zu schenken, liegt gerade nicht nur im Trend, auch der persönliche CO2-Fußabdruck kann dadurch verringert werden. Denn insbesondere die Textilindustrie ist für rund 10% der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich [3]. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um gebrauchte Kleidung und Gegenstände online, in Second Hand Shops oder auf Flohmärkten zu kaufen oder kaputte Sachen einfach reparieren zu lassen. Alternativ könnten wir teure Gegenstände, wie beispielsweise den Rasenmäher oder Werkzeuge auch einfach mit unseren Lieblingspersonen aus der Nachbarschaft teilen. Das spart nicht nur Geld und wirkt sich positiv auf unsere sozialen Beziehungen aus, sondern ist auch definitiv die nachhaltigere Variante.

Quellen: 

[1] BMU (2021): Klimaschutz in Zahlen. S. 37. Abrufbar unter: Klimaschutz in Zahlen - Fakten, Trends und Impulse deutscher Klimapolitik, Ausgabe 2021 (bmu.de)

[2] Umwelt Bundesamt (2021): Beitrag der Landwirtschaft zu den Treibhausgas-Emissionen. Abrufbar unter: Beitrag der Landwirtschaft zu den Treibhausgas-Emissionen | Umweltbundesamt

[3] Europäisches Parlament (2020): Umweltauswirkungen von Textilproduktion und -abfällen (Infografik). Abrufbar unter: Umweltauswirkungen von Textilproduktion und -abfällen (Infografik) | Aktuelles | Europäisches Parlament (europa.eu)

 

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