Infos & Berichte der Umweltberatung

Wespen und andere Plagegeister

Wespen und andere Plagegeister

In den Sommermonaten, insbesondere im Spätsommer, werden häufig Wespen lästig, die von Kuchen oder Limonade naschen wollen. Mitunter nisten sie sich bereits im Frühjahr am Haus oder im Garten häuslich ein und vermehren sich prächtig. Man fühlt sich von ihnen natürlicherweise belästigt, da Wespen und ihre Verwandten bekanntlich stechen können. Hierzu zählen in erster Linie Hornissen, aber auch Bienen und Hummeln.

Hornissen, Hummeln und Wildbienen gehören zu den besonders geschützten Tierarten. Sie stehen unter besonderem gesetzlichen Schutz; unter anderem ist verboten, sie zu töten oder zu fangen. Dies trifft auch für einige Wespenarten zu. Die häufigsten Wespen, die uns lästig werden können, stehen unter dem allgemeinen Schutz. Danach ist u.a. verboten, wildlebende Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten, zu fangen oder ihre Lebensstätten zu zerstören. Obwohl Wespen sehr lästig werden können, erfüllen sie im Naturhaushalt eine wichtige Funktion, indem sie beispielsweise Fliegen und andere Insekten, die dem Menschen Schaden können, vertilgen.

Keinesfalls sollte man selbst einfach zur Giftspritze greifen, weil man sich selbst gefährdet und dies verboten ist. Wer Hilfe und Rat sucht, wendet sich besser an den Umweltberater Jörg Naumann von der Stadtverwaltung Friedrichsdorf unter der Rufnummer 06172/731-300. Sehr oft besteht die Möglichkeit, sich mit einfachen Mitteln gegen Wespen zu schützen oder sie umzusiedeln. Informationen sind auch im Internet auf der Homepage der Stadt unter Downloads der Umweltberatung auf der "Umwelt"-Seite erhältlich.

Zwei häufige Wespenarten und Hornissen können in und an Häusern ihre Nester in Hohlräumen bauen. Diese Nester kann man oft in einfacher Weise umsiedeln. Die Adressen von ausgebildeten Umsiedlern hat der Umweltberater. Andere, seltene Wespenarten bauen ihre Nester in Büschen und Bäumen oder freihängend an Gebäuden. Diese Arten sind besonders geschützt, werden aber nicht lästig, da sie den Kaffeetisch nicht besuchen. Auch Hummeln und Wildbienen können sich in Gärten ansiedeln. Sie sind jedoch völlig harmlos. Dies trifft übrigens auch auf Hornissen zu, die den Menschen nicht direkt anfliegen, nichts Süßes vom Tisch naschen und nur stechen, wenn sie gequetscht werden oder am Nest manipuliert wird. Der Stich einer Hornisse ist mit einem Wespenstich vergleichbar, das Gift ist weniger wirksam als beispielsweise Bienengift. Bei einer Wespen- oder Bienengiftallergie sind stets besondere Vorkehrungen zu treffen. Generell sollte man bedenken, daß alle hier behandelten Insekten ihr Nest gegen Erschütterungen oder andere Eingriffe verteidigen und den Menschen dabei angreifen und stechen. Es sollte daher Abstand gehalten werden.

Allgemein sollte man sich vor stechenden Insekten schützen, indem man nicht barfuß über Wiesen läuft und rasche Bewegungen bei Bienen und Wespen unterläßt. Speisen und Getränke sollten im Freien abgedeckt werden und aus Flaschen oder Dosen nur mit Trinkhalmen getrunken werden. Bei Gartenarbeiten oder beim Spazieren in hohem Gras sollten lang-ärmlige Hemden oder Kleider und lange Hosen getragen werden. Auf stark duftende Sonnencremes, Haarsprays usw. sollte verzichtet werden. Zu bekannten Nestern am Haus oder im Garten sollte ein Abstand von etwa 3 Metern eingehalten werden. Vor Wespen und anderen fliegenden Insekten, die in die Wohnung gelangen, schützt man sich am besten durch Fliegengitter am Fenster und Vorhängen an Balkon- und Terrassentüren.

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